Kein Hunger bis 2030?

Am 02.06.2023 haben wir uns in Berlin getroffen um den Stand der Ernährungssicherheit weltweit, sowie die Rolle der EU darin zu diskutieren. Denn seit drei Jahren steigt die Zahl der Menschen, die weltweit an Hunger und Mangelernährung leiden, wieder dramatisch an. Betroffen sind derzeit 828 Millionen Menschen, 10% der Weltbevölkerung. Obwohl weltweit genug Lebensmittel zur Verfügung stehen, führen zahlreiche Faktoren dazu, dass das Recht auf Nahrung momentan in vielen Ländern nicht gewährt werden kann. 

Gemeinsam mit meinem Kollege Martin Häusling (Agrarpolitischer Sprecher für die Grünen/EFA) wollten wir das Thema wieder mehr auf die Agenda setzen und haben zu einem spannenden Austausch eingeladen. Mit dabei auf dem Podium waren Sigrid Müller, Stellvertretende Direktorin beim World Food Program Global Office in Deutschland und Tobias Reichert, Referent für Agrarpolitik und Welthandel bei Germanwatch.

Die beiden Inputs unserer Gäste, sowie die gesamte Diskussion könnt ihr euch hier anschauen.

Wir bedanken uns auch bei allen Gästen die vor Ort waren für den spannenden Austausch.

Veranstaltung zum Thema „Kein Hunger bis 2030?“

Seit drei Jahren steigt die Zahl der Menschen, die weltweit an Hunger und Mangelernährung leiden, wieder dramatisch an. Betroffen sind derzeit 828 Millionen Menschen, 10% der Weltbevölkerung. Obwohl weltweit genug Lebensmittel zur Verfügung stehen, führen zahlreiche Faktoren dazu, dass das Recht auf Nahrung momentan in vielen Ländern nicht gewährt werden kann. Dazu gehören der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und daraus resultierende gestörte Handelsketten und Preisanstiege; die gravierenden Folgen des Klimawandels, wie Dürre oder schwere Unwetter und daraus resultierende Ernteausfälle; und nicht zuletzt gewaltsame Konflikte. Betroffen sind vor allem die Länder des globalen Südens. Schädliche Praktiken wie Nahrungsmittelspekulationen feuern die globale Ernährungsunsicherheit zusätzlich an. Die Umsetzung langfristiger Strategien in Partnerländern, Unterstützung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken aber auch die Bereitstellung von ausreichend Ressourcen für Nothilfe in Krisenregionen können hierbei entscheidende Hebel sein bei der Bewältigung des globalen Hungers. 

Angesichts der anhaltenden Krisen, mit denen das globale Ernährungssystem konfrontiert ist, ist der Beitrag der EU zur Förderung der Ernährungssicherheit wichtiger denn je. Aber wie übernimmt Europa globale Verantwortung für die Welternährung? Welche Herausforderungen und Konflikte stehen einer globalen grünen und gerechten Zukunft ohne Hunger im Weg? Und wie können wir Einflüsse durch Lebensmittelspekulationen auf eine bereits angespannte Lage reduzieren? 

Um auf diese Fragen Antworten zu suchen, wollen wir uns am 02. Juni dem aktuellen Stand der Ernährungssicherheit, den Herausforderungen für das globale Ernährungssystem und der Rolle der politischen Entscheidungsträger in der EU bei der Bewältigung dieser Herausforderungen widmen. 

Programm: 

17:00 – 18:30

  • Begrüßung durch MdEP Martin Häusling (Agrarpolitischer Sprecher für die Grünen/EFA) und MdEP Erik Marquardt (Vizevorsitzender des Entwicklungsausschusses)
  • Input von Tobias Reichert – Germanwatch: Einfluss von Lebensmittelspekulation auf Ernährungssicherheit
  • Input von Sigrid Müller – World Food Programme: Wie weit bis zum Ziel Kein Hunger bis 2030?
  • Diskussion und Austausch mit dem Publikum

18:30 – 19:00

  • Ausklang bei kleinem Empfang

Moderation: Susan Zare, Moderatorin, Journalistin & Sprecherin

Ort der Veranstaltung: 

Spielfeld Digital Hub, Skalitzer Straße 85/86 – 10997 Berlin

Datum und Uhrzeit: 

02.06.2023 

17 – 19 Uhr 

Anmeldung: 

ANMELDUNG GESCHLOSSEN

Für alle Menschen, die nicht vor Ort teilnehmen können, wird es eine Möglichkeit geben, über einen Live-Stream zuzuhören. Den Link werdet ihr kurz vor Veranstaltungsbeginn per Mail erhalten.

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